Fotos vom Segel-Urlaub rund um Mallorca – ein tolles Reise-Erlebnis!

Traumziel Mallorca für ein besonderes Segel-Abenteuer – türkisblaues Meer, Sonnenschein und traumhafte Landschaften.

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Sonnenuntergang aus Bootsperspektive, Mallorca.

Wie jedes Jahr machen wir einen Segeltörn, diesmal ist das Ziel Mallorca. Wir, das sind einige Mitglieder vom Segelverein Team Kontiki Köln e.V., Segler von 12seemeilen.de und andere Freunde. Unser Schiff ist eine Bavaria 46 Cruiser, leider ohne Bugstrahlruder, was wir noch einige Male sehr vermissen werden, aber dazu später mehr.

Unser Segeltörn startet in Palma de Mallorca, geht zuerst in südöstlicher Richtung – mit einem Abstecher nach Cabrera – dann weiter in nordöstlicher Richtung. Ob wir es bis Cala Ratjada schaffen würden, wussten wir zu Beginn der Reise noch nicht. Lasst euch überraschen!

Am Tag der Ankunft in Palma heißt es erst einmal Schiffsübergabe und Kojenverteilung. Das erste Drama dieses Törns nimmt also seinen Lauf. Wer mit wem in welche Kabine und vor allem wer muss im Salon nächtigen… Danach steht großes Einkaufen an, wir brauchen ja Proviant für 9 Leute für eine ganze Woche. Und ohne Watermaker schleppen wir also jede Menge 5-Liter Wasserkanister an Bord, um keinesfalls „auf dem Trockenen“ zu sitzen. Anschließend erfolgt die Einweisung aller Mitsegler und die Zuteilung der Rettungswesten. Da weiß so manch einer noch nicht, dass grobstollige Schuhe an Bord nichts verloren haben und an Deck nur echte Bootsschuhe zu tragen sind. Unser Kapitän und Skipper leistet hier ganze Arbeit.

Am zweiten Tag also startet dann endlich unser Törn und wir legen ab. Mit dem Motor geht es aus dem wirklich sehr großen Hafen in Palma auf die offene See. Segel hoch, Motor aus, wir lauschen dem Wind in den Segeln, den Wellen, lassen uns die Brise um die Nase wehen, niemand spricht, ich weiß wieder ganz genau warum mir das Segeln so viel bedeutet.

Um allen Neulingen an Bord etwas beizubringen, machen wir viele Wenden, üben die Kommandos, jeder darf mal ans Steuer. Ein paar Halsen sind auch dabei, um die Gefahr zu verdeutlichen und den Sinn eines Bullenstanders klar zu machen. Dieses Geräusch der Winschen bei den Wenden, das Gefühl ganz vorne wenn der Bug die Wellen durchschneidet, das Auf und Ab, einfach großartig!

Unser erster Hafen wird Sa Rapita. Zum Glück bekommen wir noch einen Liegeplatz in diesem im Vergleich zu Palma doch sehr kleinen Hafen. Seeluft macht müde. Außer einem Anlege-Bier und einer ordentlichen Portion Nudeln für die Crew passiert heute gar nichts mehr. Es geht früh in die Kojen nach unserem ersten Segeltag.

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Segelhafen Sa Rapita, Mallorca.

Am nächsten Morgen setzen wir nach Cabrera über. Bei halbem Wind geht es fast in einem Schlag auf die Naturschutz-Insel. Unser Captain hat uns zum Glück von Deutschland aus bereits angemeldet und eine Ankerboje für unseren „Pott“ reserviert. Nach einem ausgiebigen Landgang und ein paar Bier in der Hafenkneipe geht es mit unserem Dingi (kleines Beiboot) zurück an Bord. Trotz der geschützten Bucht, ist eine Ankerboje ein anderes Gefühl als ein Liegeplatz im Hafen. Ein paar von uns geht es nicht so gut, die anderen schlafen bei leichtem Wellengang selig – zum Glück gehöre ich zur zweiten Gruppe.

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Naturschutzinsel Cabrera, Mallorca.

Kurz nach dem Frühstück heißt es: Leinen los. Wir segeln zurück zum „Festland“ und umrunden die Südspitze von Mallorca, das Cap des Ses Salines. Zum Glück ist seit Beginn unserer Reise absoluter Verlass auf den Seewind, der in Küstennähe vorherrscht. Unser nächstes Ziel ist der Hafen von Cala Figuera. Dieses süße Fischerörtchen ist jedem Touristen nur zu empfehlen und unbedingt auch für normale Inseltouristen ein „Muss“. Wir ergattern zum Glück einen Liegeplatz an der Mole, an der nur wenige Schiffe festmachen können. Nach erfolgreichem Anlegemanöver stürzen wir uns in das Nachtleben dieses kleinen Dorfes.

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Fischerort Cala Figuera, Mallorca.

Der nächste Tag beginnt für die meisten von uns etwas später. Dem ein oder anderen graut es vor dem Wellengang draußen auf See… Aber was ein richtiger Seemann sein will, sollte das schon aushalten. Vorbei an Porto Petro – wo wir noch auf dem Rückweg einlaufen werden – geht es nach Cala Dor. Auf dem Weg dorthin werfen wir aber noch den Anker, und zwar in der bekannten Bucht Cala Mondrago. Etwas eng geht es in dieser Bucht zu. Ein Geheimtipp ist diese Bucht wohl schon lange nicht mehr. Wollen wir mal hoffen, dass sich unsere Ankerkette nicht mit denen der anderen Boote verhakt.
„Traumhaft türkises Wasser und weißer Sand, wir wähnen uns in der Karibik.“
Abends kommen wir geschafft in Cala Dor an. Wir haben einen Liegeplatz in hintersten Eck zugewiesen bekommen. Wer den Hafen kennt, weiß was das bedeutet. Was würden wir jetzt nur für ein Bugstrahlruder geben.
Durch diesen langen, sehr engen Hafen ist unser Schiff kaum zu manövrieren. Als wir endlich festmachen zeigt das Lot 2,20m Wassertiefe, wir haben einen Tiefgang von 2,60m. So wird uns klar, wie die letzten Meter dieses komische Geräusch vom Kiel zu erklären ist.

Cala Dor ist deutlich größer als die kleineren Orte bisher. Ein tolles Nachtleben rund um den Hafen und viele große Boote, das ist Cala Dor. Ein paar bekannte Promis sollen hier ihre Häuser haben.

Die nächste Nacht verbringen wir in Porto Colom bevor wir – nun auf unserem Rückweg – in den Hafen von Porto Petro einlaufen. Bei der weiteren Planung stellen wir leider fest, dass wir den Strand von Es Trenc wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen. Dieser völlig unverbaute Traumstrand ist eigentlich ein absolutes „Muss“ auf jeder Mallorca-Reise…

Zurück im Hafen von Palma heißt es nun noch unser Boot wieder aufzuräumen und unsere Sachen zu packen für die Heimreise. Insgesamt sind wir etwa 300 Seemeilen gesegelt, was gerade so ausreicht für diejenigen von uns, die zurück in Deutschland noch ihre praktische SKS-Prüfung machen wollen. Insgesamt ein mehr als gelungener Urlaubs-Törn mit dem allerbestem Segelwetter – da reichte die Schwimm-Shorts meist als Segelbekleidung aus. Nach diesem gelungenen Segeltörn fliegen wir alle gut erholt in die Heimat und freuen uns auf unseren nächsten gemeinsamen Törn – vermutlich soll es Ibiza werden!

Vielen Dank an den passionierten Segler Martin, der seinen spannenden Segel-Urlaub hier mit uns teilt und diese tollen Bilder zur Verfügung stellt!

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