Spannende Bilder und Fotos – Expeditions-Reise auf den Pik Lenin – Imposante Berglandschaft Asiens

Bilder und Eindrücke von der Abenteuer-Reise auf den Berg Pik Lenin (7.200m ü.M.), Kirgistan, Zentralasien – eine atemberaubende Berg-Expedition.

kirgisische-zivilisation-in-den-bergen

Die Bergstraßen ging es hinauf.

Der Flug ging ab Düsseldorf mit der ukrainischen Fluggesellschaft aerosvit über Kiew nach Bischkek, der Hauptstadt von Kirgisien. Weiter ging es dann innerorts nach Osch. Nach einer Flugstunde waren wir dort und übernachteten in einem eher einfach ausgestatteten Hotel.

Am nächsten Tag ging es auch schon los: Der Transport mit einem Kleinbus über zwei Pässe (etwa 2400 m und ca. 3500 m hoch) bis hinein ins Pamirgebirge, wo sich unser Basislager in einem Hochtal auf ca. 3600 m Höhe befand.

Foto vom Zelt der Einheimischen

Nach vier Nächten der Akklimatisation und kleineren Touren, die uns bis in eine Höhe von ca. 4100 m führten, gingen wir weiter über den Pass der Reisenden (Travellers Pass, 4200 m), von wo aus wir einen herrlichen Panoramablick auf den Pik 69 und den Pik Lenin (7134m) hatten, zum Lager I auf etwa 4400 m Höhe. Die Wegstrecke bis dorthin war 16 km lang. Unser schweres Gepäck ließen wir von Eseln und Ponys transportieren, so dass ein jeder von uns nur etwa 6 Kilo im leichten Tagesrucksack tragen musste. Im Lager I wurden wir von den Köchen der Trekkingagentur bekocht und hatten je ein Zelt für zwei Mann. Hier verweilten wir weitere drei Nächte zur Höhenanpassung und machten Erkundungstouren in der näheren Umgebung.
zeltlager-auf-zwischenstation

Der weitere Weg sollte durch einen Eisbruch mit gefährlichen Gletscherspalten führen. Obwohl ich selbst fast 9 Kilo abgegeben hatte, kam es mir dennoch wie ein Kreuzweg vor und war froh und erleichtert, als wir schließlich bei Nebel am Lager II in 5400 m Höhe ankamen. Netterweise hatte unser Träger unser Hochlagerzelt nicht nur hochgetragen sondern auch gleich aufgebaut. Sodann brauchten wir nur noch Schnee sammeln und auftauen, um uns eine Packung travellunch zuzubereiten. Leider schmeckt diese Trockennahrung ziemlich eklig. Viel wichtiger ist aber das Trinken, 4 Liter pro Tag sollten es in dieser Höhe schon sein!

Am nächsten Tag machten wir nur einen Abstecher auf etwa 5600 m – bei richtig gutem Wetter, und gingen dann wieder hinunter ins Lager II.  An der Nordflanke des Pik Lenin ging am frühen Morgen eine Lawine ab, die sogar einen Teil der Aufstiegsspur überdeckte. Gott sei Dank war am frühen Morgen aber noch kein Bergsteiger unterwegs…

weisser-steiler-aufstieg

sonne-erstrahlt_station-im-tiefen-schnee

Nun ging es mit ganz leichtem Gepäck noch weiter hoch ins Lager III auf  6100 m, wo wir unser zweites Hochlagerzelt  aufbauten. Besonders die letzten etwa 200 Höhenmeter waren sehr steil und anstrengend. Und dann noch das mühsame Ausschachten der Schneegrube fürs Zelt und der Aufbau des Zeltes selbst..

Wirklich harte Arbeit, besonders auf dieser Höhe! Anschließend winkte aber ein Ruhetag, um Kraft zu tanken. Dann stiegen wir bei bei zunehmend schlechter werdenden Verhältnissen zum zweiten Mal auf ins letzte Lager. Mit vollem Gepäck und bei Schneesturm und tiefem Schnee, der uns bis an die Knie reichte, waren die besagten letzten 200 Höhenmeter wirklich kein Spaß und ich dachte dabei mehrmals ans Aufgeben… Aber als wir dann beide im warmen Schlafsack im Zelt lagen, dachte ich mir, schlimmer kann’s eigentlich nicht mehr kommen… leider wurde das Wetter jedoch zunächst nicht besser und wir mussten drei kraftraubende Nächte ausharren, bis die Verhältnisse eine Gipfelbesteigung mit guter Sicht zuließen.

harter-anstieg-durch-den-tiefen-schnee  weisse-berge-in-voller-pracht

Wir beschlossen, am 20. August 2012 den Gipfel anzugehen:
Die anderen gingen schon gegen 3 Uhr los, ich wartete aber noch bis 3:45 Uhr und ging dann alleine los. Zunächst führte der Weg bequem abwärts auf einen Sattel in 6000 m Höhe, wo einige andere Bergsteiger ihre Zelte aufgestellt hatten. Dann kam ein längerer Aufstieg über eine Flanke bis in eine Höhe von etwa 6400 m. Eswurde es nun wieder etwas flacher und gegen 6 Uhr, kurz vor dem Sonnenaufgang, hatte ich die anderen Kameraden auch schon eingeholt. Ohne Sonne und dem Wind ausgesetzt waren es gefühlt unter 20 Grad Minus!! Einer von uns musste hier wegen zu kalter Hände und Übelkeit leider umdrehen. Zu fünft stiegen wir dann weiter über eine mit Fixseil abgesicherte Steilstufe, die sogenannte Sichel, auf. Ich konnte über Stunden hinweg meine Zehen kaum spüren, aber hier oben in der Sonne kam das Gefühl schnell wieder. In etwa 6850 m Höhe machten wir dann noch eine letzte Pause vor dem letzten Anstieg zum Gipfel.

Thomas hatte hier plötzlich Schwindelgefühle und entschied sich, nicht weiter zu gehen und stattdessen alleine abzusteigen. In den Bergen muss man solche Entscheidungen manchmal treffen, auch wenn der Gipfel schon zum Greifen nahe ist!
Wenn man sich hier oben überschätzt, kann das fatale Folgen haben, man denke nur mal an das Drama 1996 am Mount Everest, wo es mehrere Tote gab…

foto-vom-erstiegenen-gipfel

So erreichten wir dann schlussendlich den heißersehnten Gipfel!!!! ….mein erster Siebentausender!!!

Schon auf den letzten Metern zum Gipfel war ich sehr erschöpft, bekam nach Erreichen des Gipfels aber nochmal zusätzliche Energie, um den Abstieg zu meistern. Dieser zog sich lang hin und erforderte nochmal unsere volle Konzentration. Am schlimmsten waren die letzten 100 Höhenmeter, die wir vom Sattel in 6000 m Höhe ja nochmal aufsteigen mussten, um zurück ins Lager III zu gelangen.
Um 19:30 Uhr kam ich schließlich dort an, fix und fertig..
Auch am nächsten Tag schien die Sonne und wir stiegen ab bis ins Lager II. Das Zelt dort mussten wir natürlich noch abbauen. Auch diesmal ließ ich das Zelt und meinen Schlafsack tragen, sonst hätte ich den Abstieg gar nicht mehr bewältigen können.
Endlich zurück im Lager I empfingen uns schon die Leute von der Trekkingagentur und umarmten uns. Sogar einen Kuchen hatten sie für die Gipfelstürmer gebacken!  🙂
Schon am nächsten Tag gingen wir dann wieder die 16 km über den Pass der Reisenden zurück ins grüne Hochtal und zum Basecamp.
Hier stellten wir nochmal unserer Hochlagerzelte zum Trocknen auf und konnten endlich eine wohltuende Dusche nehmen!

Am nächsten Tag kam dann auch schon ein Kleinbus der Agentur und brachte uns zurück nach Osch. Am Ende hatten wir sogar noch einen weiteren Tag in Bischkek übrig, an dem wir einen nah gelegenen Nationalpark besuchten. Hier machten wir eine wunderschöne Wanderung zum einem etwa 2800 m hoch gelegenen Wasserfall.
Allerdings gibt es hier keinerlei Seilbahnen und die Natur wurde weitgehend in ihrem Urzustand belassen. Ein echter Geheimtipp!
Am nächsten Morgen wurden wir dann per Taxi zum Flughafen gebracht, von wo wir wieder über Kiew zurück nach Düsseldorf flogen.

einzigartiges-foto-der-bergspitze-in-weiss

„Es war eine nicht nur erfolgreiche, sondern rundum gelungene Expedition, an die ich immer wieder gerne zurückdenken werde.“

 Ganz vielen Dank an den Aktiv-Urlauber und Abenteuer-Reisenden Volker, der diese wirklich tollen Eindrücke und Erlebnisse hier mit uns teilen möchte!

Ich freue mich über Eure Meinungen und Kommentare.. schon mal eine ähnliche Expedition unternommen oder mehr der Strand-Entdecker?

 

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